An den speziellen Bedürfnissen orientieren

23.05.2017 CJD Dortmund « zur Übersicht

Nach einem anstrengenden Unterricht am Vormittag hat ein gutes Mittagessen in angenehmer Atmosphäre entscheidenden Einfluss auf die Regeneration und die Lern- und Leistungsfähigkeit am Nachmittag. Der Speisesaal im so genannten Glashaus des CJD Berufsbildungswerks an der Kleybredde war bislang eher funktional eingerichtet und verfügte über wenig Wohlfühlcharakter. Daher bestand bereits seit langer Zeit der Wunsch nach einer Neugestaltung. Die ProFiliis-Stiftung gab den Startschuss und half mit ihrer großzügigen Spende in Höhe von 3.000 Euro bei der Realisierung dieses Wunsches.

Mechtild Ronge, Leiterin des Berufsbildungswerks des CJD, ist mit der Umgestaltung sehr zufrieden: „Statt eines tristen, lieblos eingerichteten Ortes der reinen Nahrungsaufnahme, sind in Kley Räumlichkeiten entstanden, in denen man gerne seine Mittagspause verbringt.“ Es sei eine Tatsache, dass die Raumgestaltung einen entscheidenden Einfluss auf die Kommunikation und das Sozialverhalten habe, so Ronge weiter. Besonderes Augenmerk wurde bei der Neugestaltung auf die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus gelegt: „Für Menschen mit Autismus ist es wichtig, dass sie sich in einem reizarmen Umfeld ohne unruhige oder ablenkende Wandgestaltung aufhalten. Diesen  Bedürfnissen wurde bei der Umgestaltung des Speisesaals Rechnung getragen“, erläutert Mechtild Ronge. So gibt es für diese Menschen ausreichend Möglichkeiten, sich abzugrenzen und alleine zu sitzen. Auf unruhige, ablenkende Bilder an den Wänden wurde verzichtet. Die gesamte Raumgestaltung ist sehr strukturiert und ermöglicht die bei Autisten so wichtigen Routinen. 

Thomas Schieferstein, Vorstand der ProFiliis-Stiftung, ließ es sich nicht nehmen, sich vor Ort von Mechtild Ronge den Speisesaal zeigen zu lassen. Er freute sich über die gelungene Neugestaltung und die deutlich verbesserte Atmosphäre: „Wir haben das CJD bei der Umgestaltung des Speisesaals gerne unterstützt, damit die Schülerinnen und Schüler beim Mittagessen in schönem Ambiente eine erholsame Pause machen können, um dann gestärkt und ausgeruht in den Unterricht zurückzukehren.“

Gerd Diesel, Gesamtleiter des CJD NRW Nord, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden und erläuterte den Ansatz des CJD: „Die Orientierung an den Bedürfnissen unserer Teilnehmer und Schüler ist ein wichtiges Anliegen des CJD.“ Er sei dankbar für die Unterstützung, die das CJD von seinen Partnern und Freunden immer wieder erfahre, so Diesel weiter.